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Ammon (Siwa)

Ammon (Siwa)

Orakeloase in der Libyschen Wüste im Westen Ägyptens, 6. Jh. v. Chr.

Ammon war die Oase Siwa, Sitz eines berühmten Orakels des Amun, den die Griechen mit Zeus gleichsetzten. Herodot berichtet, Kambyses habe von Theben aus ein Heer gegen sie geschickt, und dieses Heer sei im Sand verschwunden. Was mit dem Heer geschah, ist nicht bekannt, und die Geschichte ist bis heute umstritten.

Im Spiel: Das Spiel nennt Ammon nur in der Chronik und in Ereignisartikeln wie den Zügen gegen Ammon und Äthiopien. Es ist weder ein Level noch eine Figur noch ein Ort mit eigener Mechanik.

Ammon (Siwa): Die Oase und ihr Orakel

Die Oase und ihr Orakel

Herodot beschreibt die Ammonier als ein Volk, das in der Wüste westlich von Ägypten lebt und einen Tempel des Zeus besitzt, den er mit dem ägyptischen Amun gleichsetzt. Griechen befragten das Orakel, und Herodot kannte griechische Erzählungen darüber. Siwa ist eine reale Oase in der Westlichen Wüste, und die Ruinen eines Amun-Tempels sind dort erhalten.

Herodotus 2.42

Ammon (Siwa): Der Marschbefehl des Kambyses

Der Marschbefehl des Kambyses

Herodot sagt, Kambyses habe nach der Einnahme Ägyptens drei Unternehmungen geplant: gegen Karthago, gegen die Äthiopier und gegen die Ammonier. Er berichtet, Kambyses habe fünfzigtausend Mann von Theben aus entsandt, von Einheimischen geführt, um die Ammonier zu versklaven und das Orakel niederzubrennen. Die Zahl stammt von Herodot und ist wahrscheinlich überhöht.

Herodotus 3.17-3.25

Ammon (Siwa): Das verlorene Heer

Das verlorene Heer

Herodot berichtet, das Heer sei an einen Ort namens Oasis gelangt, wahrscheinlich die Oase Charga, und dann in den Sand aufgebrochen. Nach dem Bericht der Ammonier verschüttete es ein gewaltiger Südwind während der Mittagsmahlzeit, und man sah es nie wieder. Herodot gibt dies als ihre Erzählung wieder und weiß über das Ende des Heeres nichts Sichereres zu sagen.

Herodotus 3.26

Ammon (Siwa): Erreichte das Heer Siwa?

Erreichte das Heer Siwa?

Umstritten

Kein persischer oder ägyptischer Text erwähnt die Expedition, sie beruht also allein auf Herodot. Manche Historiker nehmen an, dass tatsächlich ein Heer in der Wüste verloren ging, andere bezweifeln, dass es für Siwa bestimmt war, oder sogar, dass es sich überhaupt ereignet hat. Behauptungen über moderne Funde des verschollenen Heeres werden weithin angezweifelt.

P. Briant, From Cyrus to Alexander, 2002

Ammon (Siwa): Der spätere Ruhm des Orakels

Der spätere Ruhm des Orakels

Bekannter wurde das Orakel im Jahr 331, als Alexander der Große es aufsuchte, wie Arrian berichtet. Dieser Besuch liegt lange nach der persischen Zeit und gehört zu einer anderen Geschichte.

Arrian, Anabasis 3.3-3.4

Quellen

  • Herodotus 3.17-3.26
  • Herodotus 2.42
  • P. Briant, From Cyrus to Alexander, 2002
  • Arrian, Anabasis 3.3-3.4