Enzyklopädie › Völker

Die Elamer

Die Elamer

Das alte Volk von Susa und seiner Ebene, im 6. Jahrhundert v. Chr. unter persischer Herrschaft

Im Spiel: Level 1: Das Grab des Gründers, Level 4: Die Terrasse, Level 5: Die Gründungsurkunde, Level 7: Sardes brennt

Die Elamer waren Erben eines Königreichs, das weit älter war als Persien, mit Susa und dem Hochland von Anschan als Mittelpunkt. Elam erhob sich 522-519 v. Chr. dreimal gegen Dareios, doch seine Sprache wurde zur Arbeitssprache der persischen Verwaltung. Das persische Königtum, die Tracht und das Schreiberwesen verdankten Elam wohl viel, wenn auch umstritten bleibt, wie viel.

Im Spiel: Das Spiel zeigt die Elamer als Handelspartner rund um Susa und als Rebellen bei Susa. Historisch war Elam eine Kernprovinz des Reiches, kein auswärtiger Partner. Die Behistun-Inschrift verzeichnet drei elamische Aufstände in den Jahren 522–519 v. Chr.

Die Elamer: Ein altes Königreich vor Persien

Ein altes Königreich vor Persien

Zeitgenössisch belegt

Elam nannte sich selbst Haltamti; die Perser nannten es Uja. Seine Könige herrschten von Susa in der Tiefebene und von Anschan im Hochland aus, das später zur Persis wurde. Assyrische Annalen berichten, dass Assurbanipal Susa um 646 v. Chr. plünderte. Danach bestanden kleinere neuelamische Königreiche fort, und Susa geriet wohl während der Herrschaft des Kyros unter persische Kontrolle, doch kein Text berichtet, wann oder wie.

D. T. Potts, The Archaeology of Elam, 1999

Die Elamer: Drei Aufstände gegen Dareios

Drei Aufstände gegen Dareios

Zeitgenössisch belegt

Dareios' Inschrift von Behistun berichtet, dass sich Elam nach dem Tod des Gaumata unter Assina erhob, der ihm gefesselt vorgeführt und hingerichtet wurde. Danach gab sich Martiya, ein Perser, als Imanish, König von Elam, aus, doch die Elamer fürchteten Dareios' Anrücken, ergriffen ihn und töteten ihn. In einer später hinzugefügten fünften Kolumne sagt Dareios, Athamaita habe in seinem zweiten und dritten Jahr einen dritten Aufstand angeführt. Gobryas besiegte die Elamer, und Athamaita wurde zu Dareios gebracht und getötet.

DB §16-17, §22-23, §71

Die Elamer: Die Sprache der persischen Kanzleien

Die Sprache der persischen Kanzleien

Zeitgenössisch belegt

Die meisten der vielen tausend Täfelchen aus dem Befestigungsarchiv von Persepolis, die etwa die Jahre 509 v. Chr. bis 494 v. Chr. abdecken, sind auf Elamisch verfasst. Sie verzeichnen Rationen, Reisen und Opfergaben, darunter Opfer für elamische Götter wie Humban neben iranischen. Die elamische Fassung von Behistun war wahrscheinlich die erste, die in den Fels gemeißelt wurde. In den Königsinschriften steht das Elamische neben dem Altpersischen und dem Babylonischen.

W. Henkelman, The Other Gods Who Are, 2008

Die Elamer: Die Kissier bei Herodot

Die Kissier bei Herodot

Herodot verwendet den Namen Elam nicht. Er spricht von den Kissiern mit Susa als ihrem Hauptort. Susa und das kissische Land führt er als Steuerbezirk auf, der 300 Talente Silber entrichtete. Im Heer des Xerxes, so sagt er, waren die Kissier wie die Perser bewaffnet, trugen aber statt einer Filzmütze ein Stirnband oder einen Turban.

Herodotus 3.91; 7.62

Die Elamer: Wie elamisch waren die Perser?

Wie elamisch waren die Perser?

Umstritten

Auf dem Kyros-Zylinder nannte sich Kyros König von Anschan, ein alter elamischer Königstitel. Manche Historiker glauben, das persische Königtum sei aus einer langen Vermischung iranischer Zuwanderer mit Elamern im Hochland hervorgegangen. Andere betonen einen deutlicheren Bruch und sehen die elamischen Entlehnungen als spätere bewusste Entscheidungen. Das lange persische Gewand und manche Hofbräuche werden oft auf Elam zurückgeführt, doch wie viel Persien Elam tatsächlich verdankt, bleibt umstritten.

P. Briant, From Cyrus to Alexander, 2002

Die Elamer: Das Emblem neben dem Namen

Das Emblem neben dem Namen

Zeitgenössisch belegt

Das Emblem des Spiels für Elam ist eine aufgerichtete Schlange, ein Motiv elamischer Throne, Siegel und Tempelkunst über zwei Jahrtausende, im Türkis und Gelb der glasierten Ziegel von Susa. Keine elamische Heeresstandarte ist bekannt; die Schlange steht für die eigene Kunst des Landes, nicht für ein Banner.

P. O. Harper, J. Aruz and F. Tallon (eds), The Royal City of Susa, 1992

Quellen

  • DB (Behistun inscription, Darius I)
  • W. Henkelman, The Other Gods Who Are, 2008
  • D. T. Potts, The Archaeology of Elam, 1999
  • P. Briant, From Cyrus to Alexander, 2002
  • Herodotus 3.91; 7.62
  • Cyrus Cylinder