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Thrakische Krieger

Thrakische Krieger

Stammeskrieger aus Thrakien, Untertanen und Soldaten des Königs, etwa 513–479 v. Chr.

Im Spiel: Level 9: Der Kanal

Die Thraker waren die vielen Völker zwischen der Ägäis, dem Schwarzen Meer und dem Istros, aufgeteilt in Stämme unter eigenen Häuptlingen und Königen. Unter Dareios gliederte Persien das küstennahe Thrakien ins Reich ein, und 480 v. Chr. zogen thrakische Kontingente mit Xerxes, leicht bewaffnet mit Wurfspeeren, kleinen Schilden und Dolchen.

Im Spiel: Am Athos stellt das Spiel thrakische Bogenschützen, Reiter, Peltasten und Häuptlinge auf; der Peltast ist ein ungepanzerter Speerwerfer mit halbmondförmigem Schild. Herodot erwähnt keine thrakischen Bögen, und 480 v. Chr. waren die meisten Thraker an der Küste bereits Untertanen des Königs.

Thrakische Krieger: Ein Volk aus vielen Stämmen

Ein Volk aus vielen Stämmen

Herodot nennt die Thraker nach den Indern das zahlreichste Volk der Erde. Er sagt, sie wären die stärksten von allen, wenn sie sich unter einem Herrscher oder für ein gemeinsames Ziel vereinen könnten, doch das sei nie geschehen. Er nennt viele Stämme, darunter die Geten, die Edoner, die Bistonen, die Satren und die Bryger, jeder mit eigenen Sitten und Anführern.

Herodotus 5.3; 6.45; 7.110

Thrakische Krieger: Unter persische Herrschaft geraten

Unter persische Herrschaft geraten

Herodot berichtet, Dareios habe auf seinem Zug zum Istros um 513 v. Chr. die Geten unterworfen, und sein Feldherr Megabazos habe danach die Völker der thrakischen Küste unter die Herrschaft des Königs gebracht. Der persische Zugriff lockerte sich wohl während des Ionischen Aufstands. 492 v. Chr. stellte Mardonios ihn wieder her, obwohl die Bryger sein Lager bei Nacht überfielen und ihn verwundeten; laut Herodot zog er erst ab, als er sie unterworfen hatte.

Herodotus 4.93; 5.2; 6.44-45

Thrakische Krieger: Skudra in den persischen Listen

Skudra in den persischen Listen

Umstritten

Die Inschriften des Dareios, darunter seine Grabinschrift in Naqsch-e Rostam, führen ein Land namens Skudra unter den Völkern des Königs auf, und die Täfelchen aus dem Befestigungsarchiv von Persepolis verzeichnen Arbeiter mit der Bezeichnung Skudrier. Viele Historiker setzen Skudra mit Thrakien oder einem Teil davon gleich. Andere meinen, der Name habe ein größeres oder wechselndes Gebiet in Europa umfasst und die Bezeichnung auf den Täfelchen bedeute nicht unbedingt, dass die Arbeiter überhaupt aus Thrakien kamen.

DNa; W. Henkelman and M. Stolper, Ethnic Identity and Ethnic Labelling at Persepolis: The Case of the Skudrians, 2009

Thrakische Krieger: Waffen und Tracht im Heer des Xerxes

Waffen und Tracht im Heer des Xerxes

Herodot beschreibt die Thraker im Heer des Xerxes mit Fuchsfellmützen, Gewändern unter bunten Mänteln und Stiefeln aus Hirschkalbfell; sie trugen Wurfspeere, leichte Schilde und kleine Dolche. Körperpanzer erwähnt er nicht. Er fügt hinzu, es handle sich um Thraker, die nach Asien übergesetzt waren und dort Bithyner hießen. Griechische Vasenmaler zeigten Thraker oft mit einem halbmondförmigen Schild, der Pelte, nach der die später Peltasten genannten leichten Truppen benannt wurden.

Herodotus 7.75; J. G. P. Best, Thrakian Peltasts and their Influence on Greek Warfare, 1969

Thrakische Krieger: Entlang der Straße des Königs

Entlang der Straße des Königs

Herodot zählt die thrakischen Völker auf, deren Land Xerxes durchzog, und sagt, sie seien gezwungen worden, mit seinem Heer zu marschieren. Die Satrer in den Bergen, so berichtet er, seien nie jemandes Untertanen gewesen und hätten ein Orakel des Dionysos unterhalten. Er fügt hinzu, dass die Thraker noch zu seiner Zeit den Weg ehrten, den Xerxes genommen hatte, und ihn weder pflügten noch besäten.

Herodotus 7.110-111; 7.115

Quellen

  • Herodotus, Histories, books 4-8
  • DNa
  • W. Henkelman and M. Stolper, Ethnic Identity and Ethnic Labelling at Persepolis: The Case of the Skudrians, 2009
  • P. Briant, From Cyrus to Alexander, 2002
  • Z. Archibald, The Odrysian Kingdom of Thrace, 1998
  • J. G. P. Best, Thrakian Peltasts and their Influence on Greek Warfare, 1969